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Musik zu Sisi's Hochzeit 1854

Wien grüßt mit Jubel und Gesängen
Rico Gulda and Friends
EMI 2004 – 7243 557826 2 5
Anlässlich der Kaiserhochzeit im Jahr 1854 initiierte die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine „Huldigungskasette” mit Musik nahezu aller in Wien lebenden Komponisten. Rico Gulda hat zur 150. Wiederkehr der Hochzeit mit seinen Freunden eine CD mit diesen Tonstücke produziert.

Neben Musik von Johann Herbeck, Salomon Sulzer, Eduard Hanslick, Carl Czerny, Franz von Suppé, Benedict Randhartinger, Joseph Hellmesberger u.v.a befinden sich auf dieser CD drei von mir interpretierte Stücke für das Lieblingsinstrument der Kaiserin, die Zither. Es sind dies:
  • Johann Dubez: L'amour
    (aus L'amour et l'hymen)
  • Carl Stein: Österreichische Zithermelodien
  • Adolf Müller: s'Almageh. Lied
    (mit dem Bariton Florian Prey)
Konzerttermine:
  • 12. Juni 2004
    Musikverein Wien - Gläsener Saal
  • 25. Juli 2004
    Musiksommer Klaus in Kirchdorf a.d. Krems
 


Einige Rezensionen zum Projekt Musik zu Sisi's Hochzeit
 
Quelle: OÖ-Nachrichten vom 28. Juli 2004
Kaiserlicher Abend

Das wollte sich Markus Habsburg-Lothringen nicht entgehen lassen: Zur Eröffnung des Klauser Musiksommers im Schloss Klaus, der ganz im Zeichen der Kaiserin Sisi stand, war der Hausherr der Bad Ischler Kaiservilla extra angereist. Nach dem Konzertabend, bei dem Künstler wie etwa Helena Dearing oder Maida Karisik auftraten, gratulierte Habsburg-Lothringen den Musikern im Namen seiner Vorfahrin. Hervorragend waren auch die Darbietungen vom Stiftschor Schlierbach unter der Leitung von Wolfgang Mitterschiffthaler sowie der Auftritt von Zitherspielerin Cornelia Mayer. Musiksommer-Intendant Rico Gulda war ein souveräner Moderator, der es verstand mit wenigen Worten die unterschiedlichen Musikstücke aneinander zu reihen.
 
Quelle: Volksblatt vom 28. Juli 2004
Kaiserin Sisis Urenkel zu Gast beim Musiksommer

Kaiserin Sisis Urenkel Erzherzog Markus Habsburg-Lothringen war begeisterter Zuhörer beim Eröffnungskonzert des "Musiksommer Klaus". Im Burgsaal des Schlosses wurden Stücke dargeboten, die aus Anlass der kaiserlichen Hochzeit von Elisabeth von Bayern und Kaiser Franz Joseph von Österreich an damals in Wien lebende Komponisten in Auftrag gegeben worden waren. Im Bild Markus Habsburg-Lothringen mit weiteren Ehrengästen und der Zithervirtuosin Cornelia Mayer und Rico Gulda, dem neuen Leiter des Festivals in Klaus.
 
Quelle: www.orf.at vom 1. Juli 2004
27 „Compositionen” für die Kaiserin

[…] Musik für Sisi-Fans. Jetzt ist die wundersame Welt der Klassik-Compilations um ein kurioses Produkt reicher: Pianist Rico Gulda hat ein Album mit jener Musik aufgenommen, die angeblich zur Hochzeit von Sisi und Franz Joseph im April 1854 gespielt worden sein soll. Fans der bayrischen Prinzessin können sich pünktlich zum 150-Jahr-Jubiläum der Hochzeit also nicht nur an einem neuen Sisi-Museum, einer bald renovierten Sisi-Kapelle und einem Sisi-Zug erfreuen, sondern auch an 27 erstmals eingespielten Musikstücken aus dem Hochzeitsjahr.
Geschenk der "Tonsetzer". Der Hintergrund: Anlässlich der Hochzeit, welche die Hauptstadt drei Tage lang in Beschlag nahm, wurde die Braut von Wiener Künstlern mit Sammlungen ihres Schaffens beschenkt. "Die Dichter und die Mahler sind bereits mit der Zusammenstellung eines Albums für unsere künftige Kaiserin beschäftigt, die Tonsetzer dürfen da nicht zurückbleiben", forderte Johann Vesque von Püttlingen, Direktionsmitglied des Musikvereins Wien, im März. Er bat seine komponierenden Kollegen, "passende Compositionen für ein der Kaiserin zu überreichendes Album zu liefern und zwar autograf, auf einem zu diesem Zwecke eigends zu bestellenden Papier".

Umfangreiches Album. Daraufhin wurden über 90 kurze Kompositionen von Wiener Profi- und Hobbykomponisten zusammengetragen, unter anderem von Ferdinand Schubert (Franz' Bruder), Franz von Suppe und Carl Czerny. Die Texte entlieh man sich etwa bei Heinrich Heine und Franz Grillparzer. Besetzt waren die Stücke meist mit Solo- und Chorgesang und Klavier.

Im Archiv versteckt. Ganz unbekannt war diese Sammlung bisher nicht: Sie lagerte im Nationalarchiv in Wien. Der akademische Grazer Adeva-Verlag hat die reproduzierten Originalhandschriften bereits unter dem Titel "Huldigung der Tonsetzer Wiens an Elisabeth, Kaiserin von Österreich" veröffentlicht. Auf Tonträgern waren die Stücke bisher aber nicht zu hören. "Die spannende Verbindung des Glanzes, den der Sisi-Mythos, heute mehr denn je, ausstrahlt, mit dem Überblick über das musikalische Schaffen Wiens dieser Epoche" habe ihn besonders interessiert, erklärt Initiator Gulda.

Bunte Auswahl. Das Ergebnis klingt - dem Konzept entsprechend - nicht unbedingt homogen, sondern vielmehr nach einem abwechslungsreichen Lieder-Potpourri, von dem man sich durchaus vorstellen kann, dass es bei den Hochzeitsfeiern so auch erklungen sein könnte. Musikalisch ist das nicht unbedingt etwas Neues, aber als musikhistorisches Kuriosum durchaus interessant.

Zu wenig Lebensfreude. Was den manchmal leichtfüßigen, manchmal romantischen Stücken vielleicht fehlt, ist jener Schuss Lebensfreude, den man sich von einer derartigen Riesenhochzeit im Wien des 19. Jahrhunderts erwarten würde. Vor allem, wenn die Interpreten vergeblich versuchen, im "Dialekt" zu singen, wirkt das manchmal einen Hauch zu steif und bemüht. Dafür versöhnen zwei Kompositionen mit Sisis Lieblingsinstrument, der Zither, und das anrührende Klavierstück "La Source" von Johann Gauss. […]

 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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