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Aus dem Programmheft zur Uraufführung
(Montag., 6. Mai 2002 im Göttinger Rathaus)
Differences ein Zauberstück für Zither und Streichquartett.
Während man das Streichquartett mit musikalischer Hochkultur
identifiziert, wird die Zither meist mit Volksmusik in Verbindung
gebracht. In der Komposition Differences wird versucht, diese
Positionen und Unterschiede zwischen Zither und Streichquartett
sowohl in musikhistorischer als auch in spieltechnischer
Hinsicht bewusst durcheinander zu bringen und das
Instrument in einen zeitgemäßen Kontext zu stellen.
Dies geschieht durch ein Ritual der Verwandlung, ausgelöst
durch den Wunsch und Ehrgeiz des Zitherspielers, die engen Rahmenbedingungen
des Instruments zu durchbrechen und sich von Klischees zu befreien.
Durch diesen kleinen Zauber dreht sich die musikalische Welt um,
und man mag vielleicht sogar die Violinen Fragmente des Dritten
Mann-Themas spielen hören, währedn die Zither mit
dem Zauberstab (Geigenbogen) ihre Träume verwirklicht und den
Ton angibt. Das Violoncello vermittelt und rettet die Zunft der
Streicher, wobei im Laufe des Stücks ein regelrechtes Kräftemessen
entsteht, das aber gegen Schluss in ein gleichberechtigtes
wenn auch turbulentes Dasein führt und sogar im Einklang
endet.
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